Wie Sebastian Kneipp hat auch Johann Schroth seine Anwendungen zunächst an sich selbst erprobt. 1817 wurde sein rechtes Kniegelenk durch den Hufschlag eines seiner Fuhrpferde verletzt. In Nieder-Lindewiese, einem kleinen Ort im ehemaligen Sudetenland (heute Tschechien) behandelte er mit kalten, nassen Umschlägen, die sich nach einiger Zeit erwärmten, die Verletzung erfolgreich.
Schroth beobachtete die Verhaltensweisen kranker Tiere, deren Instinkt im Vergleich zum Menschen noch wesentlich ausgeprägter ist. Diese verweigern die Nahrungsaufnahme und schränken das Trinken in der Regel ein, wenn sie eine Krankheit plagt. Dadurch werden die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte mobilisiert. Essen und Trinken binden einen Teil der Körperenergie für kompliziert ablaufende Stoffwechselvorgänge. Fasten bedeutet also Entlastung und Freisetzung dieser Energien, so dass diese auf natürliche Art den Körper von Innen heraus regenerieren können.








